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Vom Manuskript in der Schublade zum Ariadne-Roman
Tipps und Tricks für angehende AutorInnen

(Artikel erschien Juni 2000 im 'Tempest')


Ich bin eine Schriftstellerin ??

Eigentlich hatte ich nur angefangen, einen Roman zu schreiben, weil ich das Studienjahr in Schweden ohne Winterdepression herumbringen wollte. Jetzt ist er tatsächlich gedruckt, ich kann in einen Buchladen gehen und ihn kaufen - oder ihn aus dem Internet holen, denn Ariadne arbeitet als einer der ersten Verlage mit eBooks. Falls ihr dieses spezielle Kribbeln im Bauch auch einmal erleben wollt, habe ich viele gute Tipps für euch, denn ich konnte den Verlagsbetrieb schon von beiden Seiten erleben, als Autorin und als Praktikantin in Heynes Taschenbuch-Abteilung. Also, am besten gleich zu Phase 1:

Ich verschicke Manuskripte und lasse mich nicht frustrieren!

Wenn ihr euer Manuskript aus der Schublade holt und es den Verlagen anbietet, dann braucht ihr vor allem viel ... viel ... viel ... Geduld. Ich habe in zwei Jahren ungefähr zwanzig Standardablehnungen bekommen - "Es tut uns leid, ihnen mitzuteilen, dass ihr Roman nicht in unser Verlagsprogramm passt." - Der Fabylon-Verlag ist tatsächlich der einzige, von dem ich einen persönlichen Antwortbrief bekommen habe. (Da in einer früheren Ausgabe des ‘Tempest’ sehr polemisch über die Verlags-Chefin hergezogen wurde, möchte ich einmal öffentlich ‘Danke’ für all die netten Schreibtipps sagen.) Gerade, als ich völlig den Mut verloren hatte, rief die Lektorin von Argument /Ariadne an und überschlug sich fast vor Begeisterung über mein sagenhaft tolles Manuskript. Also, lasst euch nicht zu früh abschrecken!

Wichtig sind natürlich erst einmal die richtigen Adressaten. Viele Verlage, von denen ich eine Ablehnung bekam, haben ganz einfach ihre SF-Reihen eingestellt (z.B. Moewig und S.Fischer) oder geben nur noch Sekundärliteratur zu diesem Thema heraus. Scheinbar hat es in den letzten Jahren ein Massensterben im Phantastik-Bereich gegeben. Es nützt also nicht viel, im Bücherschrank nachzuschauen, welcher Verlag eure Lieblingsromane gedruckt hat. Stattdessen habe ich herausgefunden, dass der SFCD (Science-Fiction-Club Deutschland) an seine Mitglieder regelmäßig eine Auflistung aller neu erschienen Bücher schickt, so dass man sehen kann, welcher Verlag noch im Geschäft ist, ob er auch deutsche Autoren druckt oder nur Übersetzungen, ob er für seine SF vielleicht schon Preise gewonnen hat ... Aus diesen Informationen habe ich mir eine Ranking-Liste zusammengestellt.

Falls wirklich niemand bereit ist, euer Buch zu drucken, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, es im Selbstverlag herauszubringen - anstrengend und teuer - oder einen Verlag zu suchen, bei dem man sich an den Kosten beteiligt - weniger anstrengend und genauso teuer. (Aktuellere Anmerkung: Inzwischen gibt es als günstige Alternative Books on Demand.) Auf jeden Fall solltet ihr euer Manuskript an viele Verlage gleichzeitig schicken. Wartet nicht jedesmal, bis ihr eine Absage erhalten habt, denn das dauert durchschnittlich drei Monate! Die gewünschten Adressen findet ihr im ‘Verzeichnis deutschsprachiger Verlage’, das in jeder Bibliothek auszuleihen und in jeder Buchhandlung einzusehen ist.

Wie sollte mein Manuskript aussehen, damit es den Lektor nicht gleich abschreckt?

In einem Großkonzern wie Heyne bekommt der Lektor täglich meterweise Manuskripte auf den Tisch gestapelt und schaut sich die meisten natürlich nur ganz flüchtig an. Daher ist es nicht nötig, einen Roman ganz auszudrucken, sondern 50-80 Seiten genügen. Man kann an einer möglichst spannenden Stelle unterbrechen und den Rest auf Diskette mitschicken. Eine andere Methode wäre es, die besten Passagen herauszusuchen und sie sozusagen als Appetithäppchen zu servieren. Das hat den Vorteil, dass man sich in Höchstform zeigt, allerdings entsteht durch die abgehackten Szenen leicht ein etwas chaotischer Eindruck. Auf keinen Fall sollte man nur eine Diskette schicken, denn das wirkt wenig engagiert und nervt den Lektor. Nett ist eine Zusammenfassung des Romans, bis zu 1 1/2 Seiten, außerdem ein Anschreiben, das persönlich, aber dabei nicht zu schwafelig ist. (Ich hatte mal einen Brief auf dem Tisch, der ein Manuskript über Neurolinguistisches Programmieren so beschrieb: "Die Idee zu diesem Buch entstand nach einem Traum, der mir sagte, es sei meine Aufgabe in diesem Leben, dieses Buch zu veröffentlichen, als Geschenk an die Welt."- Das ist kein Witz.) Ich werde am besten meinen eigenen Brief als Beispiel zitieren, das klingt zwar nach Eigenlob, aber offensichtlich hat er ja funktioniert:

     Sehr geehrte Damen und Herren,

     ich gehöre zu den hoffnungsvollen Talenten, die Ihnen ein Erstlingswerk aufdrängen
     möchten. Mein Science Fiction-Roman heißt 'Jägerwelten' und lässt sich am besten
     als eine Kreuzung aus E.T. und Konrad Lorenz beschreiben ... eine unterhaltsame
     Mischung, glaube ich. Die ersten 70 Seiten liegen bei, und wenn Ihnen die Kostprobe
     gefällt, dann finden Sie den Rest des Buches auf Diskette. Ich bin sehr gespannt auf
     Ihre Meinung!

     Zum Einstieg hier noch ein kurzer Umschlagtext:

     Charl und Sabeen sind ein Biologenpärchen, das im Dienst der autoritären
     Weltregierung fremde Planeten erforscht und nebenbei Spionage für eine
     politisch verfolgte Sekte betreibt. Schatten ist ein reptilienhafter Computertechniker,
     der sich als Zooattraktion in ihrem Tierfangkäfig wiederfindet. Als wenig später ein
     Agent mit Lizenz zum Töten auf die Biologen angesetzt wird, verwandelt die
     gemeinsame Flucht die drei seltsamen Gefährten in ein kaum schlagbares Team.
     Am Ende des Buches hat dieser ungewöhnliche Erstkontakt Menschen- und Alienkultur
     zu einer Einheit verschmolzen, die für beide Seiten gleich fremdartig ist.

     Mit freundlichen Grüßen und leicht nervösem Optimismus

Besonders positiv fällt jedem Lektor auf, wenn der Neuling schon eine Veröffentlichung vorweisen kann. Also sollte man sich bemühen, eine Kurzgeschichte bei Magazinen wie Alien Contact oder Solar-X unterzubringen, bevor man ein Roman-Manuskript verschickt. Bei solchen bekannten Fanzines wird man auch automatisch berücksichtigt, wenn es um den jährlichen Kurd-Lasswitz-Preis geht, und so bekam ich plötzlich einen Gratulationsbrief für die fünftbeste deutsche Kurzgeschichte, ohne zu wissen, dass ich mich überhaupt an einem Wettbewerb beteiligt hatte.

Allgemein unterschätzt wird, wie wichtig der Stil für den Erfolg eines Buches ist. Die Story kann inhaltlich noch so gut sein, wenn man als Lektor gleich am Anfang über grammatische Fehler und hölzerne Dialoge stolpert, dann liest man gar nicht erst weiter. Falls ihr also viel Fantasie und wenig Schreibroutine habt, dann empfehle ich euch einen Kurs in ‘Creative Writing’. Schaden kann es auf keinen Fall. - So, jetzt zu Phase 2:

Was passiert, wenn tatsächlich ein Verlag mein Buch haben will?

Nach allem, was ich gehört habe, ist mein Verlag Argument/Ariadne eine ziemliche Ausnahme auf dem Buchmarkt, weil man sich hier noch intensiv um junge deutsche Talente kümmert. Ich bekam von Anfang an eine eigene Lektorin, die meinen Roman Seite für Seite mit mir diskutierte. Allgemein ist es kostengünstiger, entweder nur ausländische Bestseller zu übersetzen und sich gar nicht um Nachwuchsförderung zu bemühen, oder den Lektor allein am Buch arbeiten zu lassen, ohne Rücksprache mit dem Autor. Ich habe von einem Fall gehört, in dem ein Krimi so radikal umgeschrieben wurde, dass die Schriftstellerin ihn hinterher kaum wiedererkannte: Der schwule Detektiv, um den die ganze Geschichte kreiste, war plötzlich hetero geworden, und alle Passagen, die auf sein Privatleben anspielten, wurden einfach gestrichen. Trotzdem hatte die Autorin keine Möglichkeit, gegen die Verstümmelung ihres Werkes Einspruch zu erheben. Man sollte also von Anfang an klarstellen, wieviel Rechte man noch an seinem Buch hat, wenn es erst einen Vertrag mit dem Verlag gibt. Bei Ariadne funktionierte das Zusammenspiel so großartig, dass ich sogar Einfluss auf die Gestaltung meines Cover-Bildes bekam, was anscheinend so gut wie nie vorkommt. Jetzt ist mein Titelblatt weniger düster als die anderen Bände der Ariadne-Reihe, denn ich mag keine Weltuntergangs-SF und wollte nicht, dass mein Roman diesen Eindruck macht. Der Grafiker war sogar ohne Probleme bereit, das selbst gezeichnete Portrait meines Außerirdischen in den Entwurf einzuarbeiten.

Der Ariadne-Verlag war auch deshalb ein Glücksfall, weil er gerade neu in den SF-Markt einsteigt. Bisher ist er ja vor allem durch Frauenkrimis bekannt geworden, (viele LeserInnen dieses Artikels dürften die Bücher kennen), jetzt soll nach demselben Prinzip die Reihe ‘Social Fantasies’ produziert werden: Populärliteratur, die nicht nur Spannung bietet, sondern auch philosophisch, künstlerisch, sozial engagiert sein kann, und die größtenteils von deutschen Nachwuchstalenten stammt. Vielleicht gelingt es der neuen Reihe tatsächlich, einen ähnlichen Kultstatus zu erreichen wie die Ariadne-Krimis. Auf jeden Fall hat die Neuentdeckung des letzten Jahres, Myra Çakan, schon ein Filmangebot für ihren Cyberpunk-Roman ‘When the music’s over’ erhalten.

Wie überstehe ich die Korrektur-Phase?

Um auf mein eigenes Buch zurückzukommen: Ich habe ungefähr vier Monate lang mit meiner Lektorin Ulrike Wand an den Details gearbeitet. Da wir beide gleich perfektionistisch waren, passten wir hervorragend zusammen und haben jeden Satz dreimal umgedreht. Wir entdeckten bald, dass es keine gute Idee war, Änderungen mündlich zu besprechen, weil wir uns dann jedesmal in stundenlange Diskussionen verwickelten. Also las Ulrike ein paar Kapitel durch und machte schriftlich Randbemerkungen über Stilfragen. Dann nahm ich diese Korrekturblätter mit nach Hause und änderte die Stellen, an denen ich ihre Kritik berechtigt fand. Ich gab ihr die neue Version zurück, und das Ganze ging von vorne los.

Zwischendurch tranken wir Tee und redeten über die großen inhaltlichen Änderungen. Komischerweise hatten wir damit kein Problem. Es war nämlich nie besonders schwierig, ein ganzes Kapitel zu streichen oder eine völlig neue Handlung zu erfinden, obwohl wir bei Stilfragen um jedes einzelne Komma kämpften. Falls ihr vorhabt, meinen Roman zu lesen, kann ich euch beispielsweise verraten, dass der Jerusalemit Leon, der unsere Helden beinahe an die Regierung ausliefert, am Anfang gar nicht existierte. Meine Lektorin war der Meinung, dass in den letzten Kapiteln alles zu schnell auf ein Happy End hinausläuft, also haben wir eine zusätzliche Gefahr eingebaut. Die Szenen aus Schattens Kindheit, in denen seine fremdartige Alien-Welt beschrieben wird, waren ursprünglich ein zusammenhängendes Kapitel. Um die Spannung zu erhöhen, haben wir es in mehrere Teile aufgespalten und geben dem Leser allmählich das Gefühl, dass Schattens glückliche, verspielte Geschwistergruppe auf eine Katastrophe zusteuert.

Wenn man sich dermaßen intensiv mit der Korrektur beschäftigt, gibt es irgendwann ein Problem. Nach ein paar Monaten, in denen man sich nur auf die Schwachstellen konzentriert, fängt man nämlich an, das eigene Buch abgrundtief zu hassen. Ulrike hat mir glaubhaft versichert, dass fast alle Autoren in diese Phase geraten. Man kennt jedes Wort auswendig, kann sich nicht mehr von den eigenen Einfällen überraschen lassen und bekommt eine regelrechte Schreib-Depression. Glücklicherweise passierte mir das erst, als wir schon fast fertig waren, und inzwischen haben ein paar Freunde den Roman gelesen und mein Ego mit ihrer Begeisterung wieder aufgebaut. Obwohl so eine Buchkorrektur also nicht nur angenehm ist, lernt man auf jeden Fall eine ganze Menge dabei. Ulrike erklärte mir geduldig meine typischen Anfänger-Fehler, und das nächste Manuskript wird nur noch halb so viel Arbeit machen wie das erste. Damit ihr auch davon profitieren könnt, zeige ich euch ein paar Grundregeln:

Wie vermeide ich typische Fehler?

1. Es ist wichtig, sich immer bewusst zu sein, aus welcher Perspektive man die Vorgänge schildert. Wenn ich mich für einen Handlungsabschnitt auf Schattens Sichtweise festgelegt habe, darf ich nicht zwischendurch für ein paar Sätze aus dem Schema herausfallen und schreiben: "Die Zwillings-Barone starrten ihn nachdenklich an, während er wie ein mittelalterlicher Wasserspeier auf der Stuhllehne hockte." - Schatten selbst kann sich schließlich nicht auf diese Weise sehen, die Perspektive ist hier kurzzeitig verrutscht. Ich habe mich mit meiner Lektorin länger über diesen Punkt gestritten, und sie meinte, als etablierte Autorin dürfte ich gerne eine verschwommene Perspektive verwenden, aber beim Debüt würde es mir als handwerklicher Fehler ausgelegt werden.

2. Wenn in einer Passage mit direkter Rede die Personen wechseln, muss das immer durch einen Absatz gekennzeichnet sein. In meinem Original-Manuskript gab es viele Stellen wie folgende: "Dimitry verschwand fluchtartig hinter der Tür. '... aber man benutzt eine Dusche nur, wenn sich niemand mit Kleidung im Raum befindet', beendete er den Satz, und sein seltsamer Besucher trällerte fröhlich: 'Tut mir leid!' unter dem Brausen des Wassers hervor."

Inzwischen finde ich diese Konstruktion selbst ziemlich unübersichtlich. Man muss die Stelle nämlich in zwei Hälften trennen: Dimitrys direkte Rede - Absatz - "Sein seltsamer Besucher trällerte fröhlich: 'Tut mir leid!'". Ulrike erklärte mir, dass man als Leser unbewusst die Absätze in einer Gesprächspassage zählt und so auch ohne Regieanweisung weiß, welche Person gerade spricht. Deshalb stolpert man automatisch, wenn diese Markierung fehlt.

3. Vielleicht ist das ein persönliches Problem, aber als SF-Fan habe ich so viele Bücher im amerikanischen Original gelesen, dass ich mir offenbar englische Redewendungen und eine englische Satzstellung angewöhnt habe. Zum Beispiel finde ich es unangenehm, wenn bei einem deutschen Bandwurmsatz das vollständige Verb erst ganz am Ende erscheint. Also gab es bei mir häufig Konstruktionen wie: "Ein Mädchen im Gewand der Erdmutter-Kirche füllte ihre Töpfe, dann kurvte sie auf ihren Rollschuhen davon, mit elegantem, selbstbewussten Schwung." Inzwischen lautet die Satzreihenfolge korrekt: "... dann kurvte sie mit elegantem, selbstbewussten Schwung auf ihren Rollschuhen davon."

4. Verschiedene Figuren sollten nie ähnlich klingende Namen besitzen, denn das verwirrt leicht. Wenn man eine große Anzahl von Akteuren benutzt, ist es außerdem ratsam, den Leser darauf hinzuweisen, welche Personen er sich merken muss und welche nicht. Zum Beispiel gibt man nur den Hauptpersonen einen vollständigen Vor- und Nachnamen, oder man beschreibt ihr Aussehen besonders detailgenau. Ich habe schon SF-Romane gelesen, bei denen ich mir nach den ersten zehn Minuten eine Personenliste anlegen musste, um zwischen all den K'tasch, T'klesh und S'kals den Überblick zu behalten. Ein paar Seiten später waren sie alle tot, und ich konnte meine Liste wegwerfen. So etwas frustriert.

Was man sonst noch wissen sollte: PR, eBooks, DM

Wenn das Buch gedruckt ist, läuft die Werbemaschinerie an, wobei es für SF-Autoren relativ schwierig ist, außerhalb des Fandom beachtet zu werden. Zum Beispiel ist es normalerweise üblich, dass man vom Verlag auf eine Lesereise geschickt wird, und in Buchhandlungen für (sehr) kleine Grüppchen von Interessierten aus seinem Roman vorträgt. Aber an solchen Exoten wie uns ist der Buchhandel nicht sonderlich interessiert. Deshalb muss man sich etwas Kreatives einfallen lassen, um Aufmerksamkeit zu erregen, und so hatte Ariadne die Idee mit dem eBook. Dabei handelt es sich um eine ganz neue Technik, die ähnlich wie Pay-TV funktioniert: Der Romantext wird ins Internet gesetzt und kann gegen Gebühr entschlüsselt und heruntergeladen werden. Da mein Buch zu den ersten gehört, die auf diese Weise publiziert werden, hofft der Verlag auf zusätzliches Medieninteresse. Außerdem kommt man natürlich an technikinteressierte Käuferschichten heran, die eigentlich ein Herz für SF haben sollten. Vielleicht gibt es auch für euch Methoden der elektronischen Veröffentlichung, falls ihr bei den traditionellen Verlagen kein Glück habt. Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Markt zu beobachten.

Nun zum letzten Thema, der Bezahlung. Als zukünftiger SF-Autor sollte man nicht vergessen, dass sich mit diesem Beruf kein Geld verdienen lässt. In Deutschland bekommt der Autor üblicherweise 6-8 % vom Nettopreis, (in Schweden sind es übrigens 12-15%). Außerdem hat mir das Ariadne-Lektorat mal eine Pizza ausgegeben, als ich mich im Verlag vorgestellt habe ... Also einen ganz wichtigen Tipp zum Schluss: Sucht euch einen anständigen, langweiligen Beruf für die Finanzen, und schreibt eure SF nebenbei. Solange ihr nicht den Nobelpreis bekommt, bleibt die Schriftstellerei immer nur ein Hobby, besonders in einem so wenig anerkannten Genre wie unserem. Trotzdem wünsche ich viel Spaß und viel Erfolg. Ach ja, und kauft unbedingt mein Buch!!!